Autobahnkirche A71
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Aktuelles

Ein Rastplatz für die

Seele

Von Birgit Schunk im Freien Wort / Meininger Tageblatt vom 17.06.2017   Die Autobahnkirche an der A 71 bei Bibra ist ein Ort des Innehaltens. Die Menschen sagen hier Danke für die Grenzöffnung. Aber sie laden auch Sorgen, Kummer und Ängste ab. Und danach geht es auf der schnellen Autotrasse weiter. Bibra - Einen Pfarrer gibt es hier nicht und auch keine festen Zeiten für Gottesdienste. Die Menschen kommen und gehen, wann sie wollen. Rund um die Uhr können sie innehalten. Die Türen der Autobahnkirche bei Bibra an der A 71 sind schließlich immer offen. "Danke für die Möglichkeit, Luft zu holen und die Gedanken zu ordnen", hat jemand aus Berlin in das Buch, das im Inneren des Gotteshauses ausliegt, geschrieben. "Anliegenbuch" heißt das offiziell. Hier sagen die Reisenden nicht nur danke für diesen ruhigen Moment. Sie vertrauen den weißen Seiten zwischen zwei Pappdeckeln auch ihre Sorgen und Nöte, Ängste oder Kummer an. Tag der Autobahnkirche Am Sonntag, 18. Juni, wird der Tag der Autobahnkirchen auch in Thüringen gefeiert. Um 14 Uhr beginnt ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche an der A 71 am Rastplatz "Thüringer Tor". Die Anfahrt ist über den Rast- bzw. Parkplatz "Thüringer Tor" oder über die Ortschaft Bibra im Grabfeld möglich. "Das erste Buch ist schon gefüllt, das zweite liegt aus", sagt Ralf Luther, der Vorsitzende des Vereins "Autobahnkirche A 71". Dessen Mitglieder kümmern sich nicht nur darum, dass alles sauber ist und frische Blumen im Gebetsraum stehen. Sie haben den Bau der Kirche erst auf den Weg gebracht. Im Juni vor zwei Jahren wurde das Bauwerk am Rastplatz "Thüringer Tor" an der A 71 eröffnet. Das Gotteshaus war als Ort des Dankes für die Deutsche Einheit gebaut worden. Und so finden sich auch im "Anliegenbuch" immer wieder Einträge, die in diese Richtung gehen. Doch es sind weit mehr Anliegen, die hier zu Papier gebracht werden. "Es sind ganze Lebensgeschichten, die da zu lesen sind - auch wenn manchmal nur ein paar Zeilen stehen", sagt Ralf Luther. "Wenn man liest, wie sich jemand um eine junge Frau sorgt, die zum dritten mal Krebs hat, und Gott um Hilfe bittet, dann geht das schon unter die Haut." Auch die Zeilen einer Frau, die ins Krankenhaus muss, berühren. Sie bittet um Beistand, denn sie möchte ihren Geburtstag "gerne noch erleben".
Der Großteil kam aus Spenden. Viele Mitstreiter und Unternehmen halfen kostenlos. Dennoch lagen am Ende die Ausgaben um 28 000 Euro höher als die verfügbaren Eigenmittel. Handwerker mussten im Eröffnungsjahr teilweise auf ihr Geld warten. "Wir hatten damals deshalb Extra-Vereinbarungen getroffen und noch im gleichen Jahr alles beglichen", so Vereinschef Luther. Zahlreiche Spenden, die seit der Eröffnung eingingen, wurden hierfür eingesetzt, aber auch Privatdarlehen. Der Verein steht mittlerweile finanziell auf sicheren Füßen. "Wir sind mit 10 000 Euro im Plus", sagt Luther. Mit dem Geld sollen demnächst einige Vorhaben realisiert werden. So muss der Elektroschaltschrank versetzt werden, auch eine kleine Abstellkammer wird benötigt. Ebenso sollen Tafeln mit den Namen der rund 500 Spender angebracht werden. "Egal, ob sie fünf oder 5000 Euro gegeben haben", sagt Luther. Auch eine Notbeleuchtung wird installiert, denn bislang ist es nachts in dem Gotteshaus dunkel. Am Sonntag werden in der Autobahnkirche Bibra zudem zehn neue Sitzblöcke aus Holz übergeben, auf denen sich künftig die Besucher niederlassen können. Gefertigt wurden diese von Auszubildenden der Schnitzschule aus Empfertshausen in der Rhön. Junge Leute der Schnitzschule aus dem bayerischen Bischofsheim haben zudem einen Ständer gestaltet, auf dem künftig das "Anliegenbuch" und auch Flyer ausgelegt werden. Das Gotteshaus beteiligt sich am Sonntag am bundesweiten "Tag der Autobahnkirchen". Zahlreiche Gotteshäuser entlang der schnellen Trassen tun dies ebenso und laden morgen deutschlandweit zu Kurzandachten und Reisesegen ein. Bundesweit gibt es inzwischen 47 Autobahnkirchen. Und jedes Jahr werden diese etwa von einer Millionen Menschen aufgesucht. Auch weiterhin ist die Autobahnkirche an der A 71 bei Bibra auf Ehrenamt und Spenden angewiesen, damit dieser Rastplatz für die Seele auch künftig viele Menschen empfängt. Umso mehr sind Luther und seine Mitstreiter sauer, dass der Opferstock bereits zweimal geplündert und teilweise auch zerstört wurde. "Ihr solltet Euch was schämen - das ist ein Opferstock - der liebe Gott sieht alles - er wird Euch bald zu sich holen", hatte daraufhin der Vereinschef verärgert den Dieben als Nachricht auf einen Zettel geschrieben und hinterlegt. Und die Botschaft kam offenbar an. "Der liebe Gott sieht zwar alles, aber er petzt nicht", konterten die Diebe. Geklaut wurde seitdem nicht mehr. Der Opferstock wurde sicherer gemacht und wird täglich geleert. "Ein Einbruch lohnt nicht", sagt Luther. "Die Spendengelder sind in guten Händen".
Und auch dieser einzige Satz "Danke für die Rettung meines Kindes" geht dem Leser sehr nahe. Und eine Frau dankt für die "göttliche Fügung", weil ihre "obdachlose, schizophrene Tochter wieder aufgetaucht" ist. "Ich habe wieder ein Ziel, für das es sich lohnt zu leben", schreibt sie. Oft sind die Einträge nur mit einem Buchstaben unterschrieben, manchmal auch gar nicht. Keiner muss alles preisgeben. "Meist ist es den Menschen nur wichtig, jemandem auf der Durchreise etwas anvertrauen zu können", weiß Ralf Luther. Viele laden so ein Stück Last von ihren Schultern ab. Und so findet sich auch manch Schrei nach Hilfe auf den weißen Seiten des Buches. "Ich bin schwul - und das ist nicht gut - wie komme ich da raus?", hat jemand im Oktober 2015 geschrieben. Der Vereinschef ist überzeugt, dass ein solcher Ort der inneren Einkehr ganz wichtig ist - nicht nur für das innere Gleichgewicht, sondern auch für den Straßenverkehr. "Die Leute sind ausgeglichener und ruhiger, wenn sie die Kirche wieder verlassen." Und draußen rollt der Verkehr vorbei: Die Autobahnkirche an der A 71 bei Bibra nahe der thüringisch-bayerischen Landesgrenze ist im Frühsommer 2015 eröffnet worden. Sie wird als ein Ort des Innehaltens, der Dankbarkeit und der Nähe zu Gott gern angenommen. Foto: Schunk Gezählt hat die Besucher der Autobahnkirche von Bibra niemand. Aber weil auch immer wieder Menschen in dem Gotteshaus innehalten und eine Kerze anzünden, kann man erahnen, dass es Tausende sind. "Über 8000 Teelichter haben die Besucher hier seit der Eröffnung bereits angezündet", sagt Ralf Luther. Und da dies nicht jeder tut, liegt die Zahl der Einkehrer noch weit darüber. Der Verein sorgt immer wieder für Kerzen-Nachschub. Die Resonanz ist groß. Das ist auch an den Spenden, die über den Opferstock eingehen, zu spüren. Noch zu seiner aktiven Zeit als Landrat von Schmalkalden-Meiningen hatte Ralf Luther vor sechs Jahren den Vereinsvorsitz übernommen. Er setzte so das Erbe seines verstorbenen Amtskollegen Fritz Steigerwald aus dem bayerischen Nachbarlandkreis Rhön-Grabfeld fort, der als Initiator der Autobahnkirche gilt. Mit Grundstück und Errichtung hatte das Bauwerk insgesamt rund 350 000 Euro gekostet. Die Autobahnkirche war ohne Zuschüsse aus öffentlichen oder kirchlichen Mitteln errichtet worden.  

Die Seelen-Tankstelle

wird zur persönlichen

Dank-Stelle

Von Hanns Friedrich, hf-Filmproduktion Freier Journalist, Kreiskulturreferent Landkreis Rhön-Grabfeld Vorsitzender im Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. 97631 Bad Königshofen im Grabfeld Im Jahre 2004 wurde der Verein Autobahnkirche A71 gegründet, mit dem Ziel, am zukünftigen Rastplatz Bibra eine ökumenische Autobahnkirche zu errichten. Hier im früheren deutsch- deutschen Grenzgebiet im Fränkisch- Thüringischen wollen die Mitglieder des Vereins an die vierzigjährige Trennung unseres Volkes, unseres Landes und Europas erinnern und vor allem an deren friedliche Überwindung.Denn für den Benutzer der Autobahn A71 ist diese Grenze heute, Gott sei Dank, nicht mehr unmittelbar sichtbar und erfahrbar. Mellrichstadt/Bibra (hf). Weil niemand grenzenlos belastbar ist und jeder einmal eine Auszeit braucht, werde zum Beispiel die Autobahnkirche als "Seelen- Tankstelle" zur ganz persönlichen "Dank- Stelle". Das sagte Rhön-Grabfelds stellvertretender Dekan, Thomas Menzel (Mellrichstadt) bei einer ökumenischen Andacht zum "Tag der Autobahnkirchen" in der Autobahnkirche an der A 71 zwischen Bibra in Thüringen und Mellrichstadt in Unterfranken. Dort konnte Ralf Luther, Vorsitzender des Vereins Autobahnkirche A 71 e.V. so viele Besucher wie selten zu vor begrüßen. Die Bänke im Innenraum reichten nicht aus, ebenso wenig die Stehplätze. Viele mussten deshalb von außen die Andacht mitfeiern, die von dem evangelischen Pfarrer Michael Schlauraff aus Bibra und dem Mellrichstädter Geistlichen, Thomas Menzel, gestaltet wurde. Ralf Luther erinnerte an die Initiatoren der Autobahnkirche, die seit zwei Jahren nach rund zehnjähriger Bauzeit fertig gestellt werden konnte.  

Genau das sei die Botschaft dieses

ökumenischen Gottesdienstes in der

Autobahnkirche . "Es ist die Botschaft von

Jesus Christus an uns, der für alle Zeit hat,

hier in dieser Kirche, die Tag und Nacht

offen steht."Der Pfarrer erinnerte an die

Tankstelle, die nur wenige Kilometer

entfernt ist und dort Autos mit Treibstoff

versorgt. Solch eine Tankstelle, allerdings

eine für die Menschen, für die Seele, sei

die Autobahnkirche. Hier könne jeder

einmal rasten, kurz oder lange anhalten,

sich neue Kraft holen. "In dieser Kirche ist

ein Rastplatz für alle!" Pfarrer Thomas

Menzel sprach die schöne Landschaft an,

die zum Entspannen einlädt, aber auch die

Möglichkeit in der Stille der Kirche so

manche Fragen des Lebens vielleicht

klären zu können. "Damit wird die

Tankstelle dieser Kirche zur Dank-Stelle."

Der stellvertretende Dekan erwähnte das

Anliegenbuch und fügte an: "Das Leben

spricht im wahrsten Sinn des Wortes

Bände!" Besucher würden ihre Sorgen und

Nöte vor Gott bringen und einige davon

banden die beiden Pfarrer denn auch in

das Fürbittgebet ein.

"Christus sagt: Ich habe Zeit für Dich und das spricht uns alle an." Dies sage letztendlich nichts anderes, als das Jesus Christus sich in das Leben der Menschen einspannen lässt. "Er trägt mit an unseren Sorgen und Ängsten, denn er ruft uns zu: Kommt alle her, die ihr mühselig und beladen seit." Bei Jesus könne man ausruhen, denn diese Zusage von einst, die habe auch heute noch Gültigkeit. Der Gottesdienst zum "Tag der Autobahnkirchen" endete mit Liedbeiträgen und dem Reisesegen. Ralf Luther bedankte sich abschließend bei allen , die gekommen waren, besonders bei den beiden Pfarrern. Erfreulich stellte er am Abend fest, dass an diesem Tag mehr als 300 Euro gespendet wurden. Der Verein Autobahnkirche e.V., der das kleine Gotteshaus ja ohne öffentliche Zuschüsse gebaut hat, kann damit weitere Investitionen vornehmen. Dazu gehört eine Notbeleuchtung für die Abend- und Nachstunden, aber auch eine Tafel, auf der die Namen der mehr als 500 Sponsoren genannt werden. 
Träger ist der Verein Autobahnkirche A 71 e.V. Ralf Luther nannte den verstorbenen Landrat von Rhön-Grabfeld, Dr. Fritz Steigerwald, der Mitinitiator war ebenso wie der Künstler Gernot Ehrsam und der damalige Pfarrer von Meiningen. Sie alle könnten stolz auf "ihr Werk" sein, das so gut angenommen wird. Das zeigen die mehr als 8.000 verkauften Teelichter, die in den vergangen  zwei Jahren angezündet wurden, vor allem aber das Anliegenbuch. "Blättern Sie ruhig einmal darin, sie werden die verschiedensten Eintragungen finden und die eine oder andere Notiz wird sie, wie auch mich, zu Tränen rühren," sagte Ralf Luther. Darauf gingen denn auch die beiden Pfarrer Michael Schlauraff und Thomas Menzel ein. Sie erinnerten an 150 Psalmen, von denen 15 Psalmen speziell die Pilger ansprechen. In einem  heißt es unter anderem "Der Herr ist dein Schatten, dass dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts..." Pfarrer Thomas Menzel erwähnte das Matthäus Evangelium in dem der Evangelist Jesus zitiert, der gesagt hatte: "Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seit, ich will euch erquicken."  In diesem Zusammenhang erinnerte an seine Entscheidung Priester zu werden und an den Abschied zu Hause. Damals hätten ihm seine Eltern gesagt, dass er, jederzeit eine offene Tür zu Hause vorfindet. "Da kann ich immer kommen, wenn es im Leben einmal eng wird." So wie ihm gehe es sicher vielen Menschen, die einen Rückzugsort haben. Pfarrer Michael Schlauraff verwies auf die verschiedenen Möglichkeiten einmal Rast zu mache, zu wissen, dass die Türe, zum Beispiel dieser Kirche offen steht, wenn man auf der Autobahn vorbei führt. Auch bei ihm zu Hause im Pfarrhaus von Bibra werde die Klingel nie abgestellt. Jederzeit könne dort jemand vorbei kommen. Auf Jesus und seine Zusage "Du kannst zu jeder Zeit kommen, ich habe immer Zeit für dich." gingen der Pfarrer ein und stellte die Frage, ob diese Aussage heute noch alltagstauglich ist. Keiner sei grenzenlos belastbar, viele hätten Schweres zu ertragen, würden es gerne teilen, oder jemandem mitteilen.  
Ein Blick von außen in die übervolle Autobahnkirche am Rastplatz Thüringer Tor. Dort gestalteten die Pfarrer Thomas Menzel und Michael Schlauraff eine ökumenische Andacht. Ein besonderes Motiv, das die Schönheit der Landschaft im Thüringer Land mit einbindet. Foto: Friedrich
In der Autobahnkirche am Rastplatz "Thüringer Tor" an der A 71 fand am Sonntag eine ökumenische Andacht zum "Tag der Autobahnkirchen" statt. Sie wurde vom katholischen stellvertretenden Dekan, Thomas Menzel, Pfarrer in Mellrichstadt, gemeinsam mit seinem evangelischen Amtsbruder Michael Schlauraff aus Bibra gestaltet. Foto: Friedrich

Ganz besondere

Sitzgelegenheiten in

der Autobahnkirche

Von Hanns Friedrich, hf-Filmproduktion Freier Journalist, Kreiskulturreferent Landkreis Rhön-Grabfeld Vorsitzender im Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. 97631 Bad Königshofen im Grabfeld Mellrichstadt/Bibra (hf). Sich einmal auf die verschiedenen Brücken, die die Autobahn A 71 überspannen setzen?  Das kann man jetzt in der Autobahnkirche am Rastplatz "Thüringer Tor." Dort hat die Holzschnitzschule Empfertshausen zehn "schwerwiegende" Holzstühle geschaffen. Die Besonderheit: Jeder einzelne Sitzblock hat das Motiv einer der Brücken  an der A 71. Damit wird die Idee des Künstlers Gernot Ehrsam in die Tat umgesetzt, der Kunst und Geschichte an der Autobahnkirche an der A 71 zeigen will. Mit den zehn Sitzgelegenheiten ist der Anfang gemacht, sagte der Vorsitzende des Vereins Autobahnkirche A 71 e.V., Ralf Luther,  bei der Vorstellung im Rahmen einer ökumenischen Andacht (wir berichteten). Sein Dank galt neben dem Ideengeber Gernot Ehrsam vor allem dem Leiter der Holzschnitzschule Empfertshausen, Fred Rottenbach. Er war mit zwei Schülerinnen zur Vorstellung der neuen Sitzmöbel gekommen. Sophia Keidel und Sabine Angerbauer sagten, dass es der Abschlussklasse viel Freude gemacht habe, diese Motive in die Holzstühle zu schnitzen. Aus dem Internet hatte man sich als Vorlage die Fotos der verschiedenen Brücken herunter geladen und danach mit der Arbeit begonnen. "'Einige Monate an Arbeit stecken in den insgesamt zehn Holzstühlen. Die Stühle sind quadratisch und aus Lindenholz. Eigentlich sei zunächst Eichenholz im Gespräch gewesen, dann habe man sich aber doch auf das zum Schnitzen leichtere Lindenholz einigen können, sagte Fred Rottenbach. Er lobt vor allem den Fleiß seiner Schülerinnen und Schüler. "Sie alle haben sich sehr viel Mühe gegeben und wie man sieht ist eine schöne Arbeit daraus geworden."  

Außerdem fertigen die Schülerinnen und

Schüler der Bischofsheimer Schule einen 

kleinen Schriftenstand, in die eine

diebstahlsichere Spendenbox integriert ist.

Bei Kurt Hassfurter, dem Leiter der

Einrichtung in Bischofsheim, stieß

stellvertretender Landrat  Peter Suckfüll

bei seiner Anfrage sofort auf offene

Ohren. Leider sind diese Arbeiten nicht

rechtzeitig fertig geworden, sagte Ralf

Luther, Vorsitzender des Vereins

Autobahnkirche A 71 e.V. Sie sind aber in

Arbeit und werden nachgeliefert.Damit die

Autobahnkirche auch für alle

Smartphonebesitzer interessant wird, gibt

es seit Sonntag an der Kirche einen QR-

Code. Damit gelangt man auf die

Internetseite der Autobahnkirche und

bekommt alle notwendigen

Informationen. Eine Idee des

Kreiskulturreferenten Rhön-Grabfeld,

Hanns Friedrich. Als nächstes möchte er

eine Facebookseite erstellen. Ralf Luther

sprach eine Tafel mit den Namen der über

500 Spender an, die ebenfalls in Auftrag

gegeben werden kann. Er verweist im

Gespräch mit unserer Zeitung auf die

Veranstaltung "500 Jahre Reformation".

Diese ist für den 1. Oktober um 14 Uhr

geplant. Ralf Luther sagte weiter, dass die

bisherigen Angebote sehr gut

angenommen wurden und sprach

verschiedene Besuchergruppen an.

"Unsere Kirche wird immer wieder gerne

besucht." Er selbst steht auf Anfrage

jederzeit für Führungen zur Verfügung.

Wer möchte, kann die Kirche auch von

Bibra aus anfahren. Dazu muss allerdings

der Torschlüssel bei der Gemeinde Bibra

abgeholt werden.

Die Stühle sind im Innern ausgefüllt, so dass sie nicht einfach weg zu tragen sind, sagt der Leiter der Schule. "So ein Stuhl bringt schon einige Kilo auf die Waage." Schwarzbachtal, Streitschlag oder Seßlestal liest man auf den neuen Sitzgelegenheiten in der Autobahnkirche, denn zu den jeweiligen Motiven ist auch der Name der Brücke zu lesen. Auf dem Sitz selbst findet man  "AK"  Autobahnkirche eingeschnitzt. Bei der Mitgliederversammlung im Januar in Bibra hatte Gernot Ehrsam erstmals davon berichtet, das die Holzschnitzschule Empfertshausen seit gut einem Jahr die künstlerisch gestalteten, Sitzgelegenheiten erstellt und mit Brückenmotiven verziert. Damit ist wieder ein Stück Kunst mehr in der kleinen Kirche zu sehen. Als nächstes ist nun vorgesehen, dass Kirchenmotive auf weitere hölzerne Sitzgelegenheiten dargestellt werden. Eine Aufgabe, die der Leiter der Holzschnitzschule Empfertshausen, Fred Rottenbach gerne übernommen hat. "Meine Schülerinnen und Schüler wissen schon Bescheid und freuen sich auf die Arbeiten. Nachdem die Schnitzerschule Empfertshausen in der Autobahnkirche schon aktiv wurde, hat es  stellvertretender Landrat Peter Suckfüll (Rhön-Grabfeld) erreicht, dass auch die Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim an der Rhön mit eingebunden wird. Sie bekam den Auftrage einen Tisch für das Anliegenbuch künstlerisch zu gestalten..  
Sophia Keidel und Sabrina Angerbauer zeigen, gemeinsam mit Schulleiter Fred Rottenbach die neuen Holzstühle, die in der Autobahnkirche stehen. Sie tragen alle Motive der verschiedenen Brücke an der A 71. Foto: Friedrich
Ralf Luther, Vorsitzender des Vereins Autobahnkirche A 71 e.V. dankte am Sonntag im Rahmen der ökumenischen Andacht den Schülerinnen der Holzschnitzschule Empfertshausen sowie Schulleiter Fred Rottenbach für die besonderen Kunstwerke. Zehn neue Sitzgelegenheiten mit den Motiven der Brücken an der A 71 haben sie geschnitzt. Foto: Friedrich
Die verschiedenen Brückenmotive findet man auf den neuen Sitzgelegen- heiten in der Autobahnkirche A 71 am Rastplatz Thüringer Tor. Foto: Friedrich

Steinzeit im Labyrinth

der Götter an der

Autobahnkirche

Von Hanns Friedrich, hf-Filmproduktion Freier Journalist, Kreiskulturreferent Landkreis Rhön-Grabfeld Vorsitzender im Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld e.V. 97631 Bad Königshofen im Grabfeld Man könnte meinen, an der Autobahnkirche an der A 71 nahe dem thüringischen Bibra habe man Relikte aus der Steinzeit entdeckt. Seltsame Zeichnungen finden sich an  großen Sandsteinblöcken, eine Art Altarstein ist gar bemalt, ein anderer Stein, unter Bäumen, zeigt blaue Linien. Mit der Steinzeit hat dies wenig zu tun, aber mit einer Vision, die der Künstler Gernot Ehrsam (Kaltennordheim)  hat. "Das Labyrinth der Götter" nennt er seine Idee, die in der vergangenen Woche von zehn Künstler aus dem Thüringer und dem Hammelburger Raum in Angriff genommen wurde. Möglich wurde dies durch ein großes Steinfeld im hinteren Bereich der kleinen Kirche in Richtung Bibra. Dort lagern seit gut zwölf Jahren unzählige größere und kleinere Sandsteine, die noch vom Bau der A 71 stammen und hier abgelagert wurden. Eine Bitte von Gernot Ehrsam an die damalige Baufirma, denn es war zunächst gedacht die Kirche eventuell aus solchen Steinen zu errichten und auch eine Art Verbindungsweg zu einer zweiten Kirche nahe Mellrichstadt zu bauen. Nachdem sich dies zerschlagen hatte, lagen die Steine unbeachtet an der Autobahnkirche. Nun werden sie für künstlerische Zwecke genutzt. Die Steinblöcke sind bis zu vier Meter lang und müssen deshalb am Ort selbst bearbeitet werden. Eine nicht ganz leichte Aufgabe wie Klaus Langmann (Stadtroda), Silvio Ukat (Glaucha) und Frank Mühlfriedel (Erfurt) sagen. Das Problem: Die Steine liegen bis zu 100 Meter verstreut im kniehohen Gras oder hinter Büschen und Bäumen.  
Die Künstler wollen mit ihren Arbeiten dazu einen Impuls geben. Gernot Ehrsam hat schon weiter gedacht und nennt Andrea Magnus aus Wölfershausen. Sie hat dort die Steinmühle mit Gästezimmern und einen Zeltplatz. Das würde sich als mögliche Unterkunft anbieten. Beim Blick unter die Büsche fallen dann Steine auf, deren Konturen mit marienblauer Farbe bemalt sind. Regina Friemel-Aparicio Archäologin und Künstlerin aus Frankfurt hatte diese Idee. "Die Steine haben viele Linien, durch die Farbe werden sie offensichtlicher und es zeigt sich auch, dass hier Menschen tätig waren und in die Landschaft eingegriffen haben. Zur Farbe "Marienblau" sagt der Künstler Gernot Ehrsam: "Wir haben damit den Himmel zu uns auf die Erde geholt, denn unser Kunstprojekt begann ja an Mariä Himmelfahrt."

Dann zeigt Karl Ludwig Jonkisch (Leipzig)

seine einfache, aber symbolträchtige

Installation in der Autobahnkirche. Sie hat

den Titel. "Geheimnis des Glaubens." An

einer Wand hängt eine aus Stacheldraht

geformte Dornenkrone. "So als ob Christus

gerade da gewesen wäre, sie dahin

gehängt hat und deutlich macht, dass er in

dieser Kirche ist." Walter Graf aus

Oberthulba sitzt am großen Holzkreuz der

Autobahnkirche. Aus Weiden entstehen

verschiedene Flechtmuster, die man

künftig ebenfalls auf dem Areal der Kirche

findet. Sternensymbole entdeckt man in

den Steinen. "Es wird  auch eine Art

Sternenweg geben," erklärt die Künstlerin

Aina Barbara Neuhäuser (Schlöben bei

Jena). Dass Steine, ob künstlerisch

bearbeitet oder nicht, aus dem Umfeld der

Autobahnkirche auch von Künstlern oder

Einheimischen mitgenommen werden,

gehört zum Konzept von Gernot Ehrsam.

"Die Steine sollen in die ganze Welt gehen

und von unserer Kirche erzählen."  Für die

Künstler der "Sommerarena 2017" an der

Autobahnkirche gab es einen Grillabend

und ein Dankeschön des Vorsitzenden des

Vereins Autobahnkirche A 71 e.V., Ralf

Luther. Für ihn und seine Vorstandschaft

sind solch künstlerische Arbeiten an der

Kirche nicht nur etwas Besonderes,

sondern auch Anreiz für viele Besucher

das Steinfeld und die Kirche zu besuchen.

"Künstlerisch gesehen hat das natürlich schon etwas," sagt Klaus Langmann, der eine Art Steingarten ins Gespräch bringt, In diesem Steingarten sollte ein geschotterter Weg sein, der über die Steine zum Hintereingang der Autobahnkirche führt. Vor allem für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene wäre das etwas Besonderes, denn wer möchte, der könnte auf die Steine klettern und sich ganz genau die künstlerischen Eingriffe in den jeweiligen Stein betrachten. Da ist Silvio Ukat aus Glaucha zum Beispiel dabei, mit einem Stein die Grundfarben eines großen Steinquaders wieder heraus zu arbeiten. Bewußt hat er durch einen Strich eine Trennung vorgenommen, um das "Vorher und Nachher" deutlich zu machen. Arbeit, die den Künstler ganz schön ins Schwitzen bringt. Frank Mühlfriedel wiederum denkt an etwas Figürliches oder ein Relief, das er aus einem kleineren Stein entwerfen könnte. Klaus Langmann wiederum hat sich einen großen, länglichen Steinquader ausgewählt, der wie ein Altarstein wirkt. Dieser Stein wird bemalt und erinnert unwillkürlich an die Höhlenmalereien der Steinzeitmenschen. Zwei Giraffen hat er unter anderem in blauer Farbe aufgemalt. Giraffen in Thüringen?  "Warum nicht," lacht der Künstler und malt die zweite Giraffe und zwar in dem einfachen Stil der Steinzeitmenschen. Der so gestaltete Stein liegt direkt am Eingansbereich der Wiese, die für Parkmöglichkeiten genutzt wird. "Es könnte somit fast der Beginn des Steingartenweges werden," sagt Klaus Langmann. Im schwebt vor durch entsprechende Abkantungen einen, wie er sagt, "gedanklichen Weg" vorzugeben. Gernot Ehrsam selbst spricht von einer Art Pilgerort, der an der Autobahnkirche entstehen könnte. Er kann sich durchaus vorstellen, dass die Kunstwerke, die hier geschaffen werden ein besonderer Anziehungspunkt werden. "Die Leute können herauf wandern, sich die Steine betrachten, ihre eigenen Vorstellungen einbringen und dann als Ziel die Autobahnkirche erreichen."  
Silvio Ukat aus Glaucha in Sachsen bei seinem schweißtreibendem Kunstwerk. Er will die einzelnen Farbschichten heraus arbeiten, die ein solcher Sandsteinblock in sich birgt. Ihm schauen Klaus Langmann und Frank Mühlfriedel über die Schultern. Foto: Friedrich
Klaus Langmann an seinem "Altarstein". Wie die Steinzeitmenschen zeichnet er mit dem Pinsel zwei Giraffen in den mit roter Farbe umrandete, Stein. Eine Farbzusammenstellung, wie man sie auch bei den Höhlenmalereien findet. "Nur das Blau gab es damals noch nicht," sagt der Künstler schmunzelnd seinem Kollegen Gernot Ehrsam, der das Kunstwerk von oben betrachtet. Foto: Friedrich
Die Konturen der großen Steinquader hat Regina Friemel in marienblauer Farbe nachgezeichnet. Sie gibt jedem einzelnen Steinquader damit ein ganz eigenes Bild. Foto: Friedrich
Regina Friemel hier im Gespräch mit Gernot Ehrsam, der die Idee für das Kunstobjekt hatte. Foto: Friedrich

Reformationsgedenken

kein protestantisches

Jubelfest, sondern ein

Christusfest

Von Hanns Friedrich, Bad Königshofen im Grabfeld "Das Reformationsgedenken ist kein protestantisches Jubelfest, sondern ein Christusfest!" Das betonte Superintendentin Beate Marwede (Meiningen) bei einer ökumenischen Wortgottesfeier in der Autobahnkirche an der A 71 zwischen Mellrichstadt und Bibra. Vieles habe sich in den vergangenen 500 Jahren zwischen den Christen bei der Konfessionen verändert. Vom einstigen Konflikt sei man heute zu einer Gemeinschaft zusammen gewachsen. Mit der Superintendentin feierten der stellvertretende katholische Dekan für den Landkreis Rhön-Grabfeld, Mellrichstadts Pfarrer Thomas Menzel und der evangelische Pfarrer Michael Schlauraff (Bibra) den ökumenischen Gottesdienst. Zahlreiche Gläubige waren dazu wieder gekommen. Musikalisch umrahmte die Bläsergruppe Bibra- Bettenhausen die eindrucksvolle Feierstunde. In ihren Einführungsworten sagte Beate Marwede, dass heute Katholiken und Lutheraner gemeinsam an die Reformation von vor 500 Jahren erinnern, dies in den vergangenen Jahrhunderten nicht selbstverständlich war. Erst seit mehr als 50 Jahren befinden sich beide Kirchen auf einem gemeinsamen Weg. "Mit Freude haben wir erkannt, dass das, was uns verbindet, viel größer ist als das, was uns trennt. Auf diesem Weg sind Verständnis füreinander und Vertrauen zueinander gewachsen."  
Auf dem Weg zur Gemeinsamkeit und die Frage nach dem richtigen Weg brauche man Gott, "der uns in Jesus Christus hält." Vor 500 Jahren hätten die Menschen eine intensivere Beziehung zu Gott gehabt. Das sei heute nicht unbedingt mehr so, vor allem in Thüringen, wo die Menschen vom Regine der DDR geprägt wurden. "DDR- Menschen konnten mit einer Gottesbeziehung nichts anfangen." Dies zu ändern, sei eine Herausforderung. Ihnen müsse man von dem erzählen, "was uns trägt und die Beziehung zu Jesus Christus herstellen. Als Beispiel nannte Beate Marwede das Evangelium vom Weinstock, das Christus als Weinstock und die Menschen als Rebzweige bezeichnet. "Jesus sagt: bleibt in dieser Verbindung." Vertrauen sei dabei wichtig aber auch, das das Christsein aktiv gelebt wird. Martin Luther habe einmal gesagt: Allein Christus macht uns selig, aus Gnade sind wir vor Gott in Ordnung. Das sei es auch, was heute die unterschiedlichsten Konfessionen eint: Gottes Ja zu allem Menschen in der Welt. Superintendentin Beate Marwede: Das ist unsere Aufgabe, dies in die Welt hinein zu tragen. Im Gottesdienst wurden deshalb auch Verpflichtungen angesprochen und jeweils eine Kerze am Altar entzündet: So hieß es, dass das Gemeinsame herausgestellt werden sollte, Begegnungen wichtig sind und jeder neu nach diesem Ziel streben sollte. Die Kraft des Evangeliums Jesu Christi müsse gemeinsam wieder entdeckt werden und "Lutheraner und Katholiken sollen Zeugnis für Gottes Gnade ablegen." Der Gottesdienst endete mit dem gemeinsamen Segensgebet.
Das sei denn auch der Grund, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, sagte der katholische Geistliche, Pfarrer Thomas Menzel. Er sprach die unterschiedlichen Gedanken und Gefühle, die Dankbarkeit und Klage, Freude und Schmerz an, nannte aber auch die gemeinsame Freude am Evangelium. " Wir sind zusammengekommen, um zu gedenken: in Dank und Schuldbekenntnis, in gemeinsamem Zeugnis und Verpflichtung." In den Gottesdienst einbezogen war mit Lesungen, Fürbitten und Gebeten der Vorsitzende des Vereins Autobahnkirche A 71 e.V. Ralf Luther, sowie Christiane Michel und Hanns Friedrich von der Vorstandschaft. In ihrer Ansprache erinnerte Superintendentin Beate Marwede zunächst an das verlängerte Wochenende und stellte fest, dass viele Menschen auf dem Weg sind. Sie alle hätten ganz sicher die Bitte, heil und unbeschadet am Urlaubsort und wieder zu Hause anzukommen. Eine Autobahnkirche sei ein guter Grund, einmal inne zu halten und im kurzen Gespräch mit Gott zu verweilen. Die Autobahnkirche an der A 71 nannte sie  ein Zeichen der friedlichen Wiedervereinigung vor 28 Jahren. Seitdem seien Menschen auf dem Weg zueinander. "Das entwickelt sich!" Die Autobahnkirche an der A 71 sei ein Zeichen für das Verbindende zwischen Bayern und Thüringen, ein Ort der Begegnung und des Miteinanders. Die Reformation von vor 500 Jahren habe einen Prozess auf den Weg gebracht. Dabei gehe es letztendlich darum, Gottes Liebe durch Christenmenschen in der Welt zu bezeugen und die Wahrheit Gottes in den Mittelpunkt zu stellen. Deshalb, das betonte die Superintendentin, sei das Gedenken kein protestantisches Jubelfest, sondern ein gemeinsames Christusfest.  
 Im Gottesdienst wurden Verpflichtungen angesprochen und jeweils eine Kerze am Altar entzündet: Das Gemeinsame sollte herausgestellt werden. Unser Bild zeigt von links: Den Vereinsvorsitzenden Ralf Luther, Vorstandsmitglied Hanns Friedrich, Pfarrer Thomas Menzel, Superintendentin Beate Marwede (hinten), Pfarrer Michael Schlauraff sowie Vorstandsmitglied Christiane Michel. Foto: Marianne Völkl
Auch der Vorsitzende des Vereins Autobahnkirche A 71 e.V. Ralf Luther war in die "Verpflichtungen" mit eingebunden und entzündet am Altar seine Kerze. Foto: Marianne Völkl
Bei dem ökumenischen Gedenkgottesdienst erinnerte man an 500 Jahre Reformation. Superintendentin Beate Marwede (Meinigen) stellte dabei die Gemeinsamkeiten heute heraus. Foto: Gänßler
Zahlreiche Gläubige aus Franken und Thüringen waren gekommen, darunter auch stellvertretender Landrat Peter Suckfüll (Nordheim/Rhön). Foto: Marianne Völkl

Kirchenführer der Autobahnkirche erweitert

Mellrichstadt/Bibra (hf). Um acht Seite erweitert wurde der Kirchenführer der Autobahnkirche an der A 71 am Rastplatz "Thüringer Tor" nahe dem thüringischen Bibra. Nachdem die erste Auflage des Heftchens seit dem vergangenen Jahr vergriffen ist, entschied sich die Vorstandschaft für eine zweite Auflage. Diese wurde allerdings gleichzeitig aktualisiert. Der Leser findet nun die gesamte Kirchengeschichte, einschließlich der offiziellen Übergabe am 26. Juni 2015 durch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, ebenso die kirchliche Segnung sowie Informationen über den Besuch des Würzburger Domkapitels und der Dekane der Diözese gemeinsam mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, der spontan 10.000 Euro überwies.  Autor Hanns Friedrich, Kulturreferent für den Landkreis Rhön- Grabfeld, hat natürlich den ersten "Kirmesgottesdienst", das "Labyrinth der Götter" ebenso mit aufgenommen, wie auch die neuen Sitzgelegenheiten der Holzschnitzschule Empfertshausen. Das neue Kirchenheft ist demnächst an der Autobahnkirche ausgelegt. Es kostet fünf Euro, die in die Instandhaltung des kleinen Gotteshauses fließen. Träger der Autobahnkirche an der A 71 ist der Verein Autobahnkirche A 71 e.V.  Foto: Friedrich